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elisabeth :: Blog

June 26, 2007

Heute konnte ich wieder einmal ein Gespräch im Kindergarten verfolgen, das mich nachdenklich gestimmt hat:

Laura nimmt ihr tolles Klapphandy aus der Kindergartentasche und sagt zu einem anderen Mädchen: "Du, ich ruf jetzt meine Freundin an". Steffi fragt: "Ist es ein Handy mit SIM - Karte?", worauf Laura meint "Sicher", und die Augen verdreht. Ich frage: "Wisst ihr eigentlich, was eine SIM - Karte ist?" Die Antwort: "Die kann man aufladen" - alles klar, was frag ich auch so blöd ;-)

Ich finde, dieses Gespräch der Kindergartenkinder zeigt deutlich, wie sehr das Medium Handy in unserer Gesellschaft integriert ist. Die Kinder wollen den Erwachsenen ähneln, deshalb ist es ihnen wichtig, dass das Handy nicht nur zum Spielen verwendet werden kann, sondern auch zum Telefonieren.

Eine Frage schließe ich gleich an: Wer lebt den Kindern vor, dass man überall erreichbar sein muss? Dass es ohne Handy einfach nicht mehr geht? Dass es ein "neues" Handy sein muss, mit vielen Funktionen und mit Stil?

Kindergespräche und Kinderspiele spiegeln gesellschaftliche Themen wider und halten uns Erwachsenen unser Verhalten deutlich vor Augen. Verständlich, dass Kinder nicht einsehen wollen, weshalb gerade sie kein Handy besitzen dürfen, wo es doch so notwendig ist.

Mehr dazu auf http://www.diskutiere.de/

 

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Am Donnerstag fand in der Kinderinfo in Wien eine Pressekonferenz statt, bei der "Juxlala" eine CD für Vorschulkinder vorgestellt worden ist. Juxlala wurde im Zuge eines Projekts entwickelt, um Kindern im Vorschulalter den Zugang zum PC zu erleichtern und dem Interesse für erste Erkundungen am Computer entgegen zu kommen.

Zur Produktbeschreibung:

Die Programmauswahl ist absichtlich gering gehalten, dafür aber auf die Zielgruppe konzentriert.

Das Kennenlernen der Bedienungselemente steht im Vordergrund. Das Klicken mit der Maus, "Drag and Drop" und die Beherrschung des abwechslenden rechts und links Klicks wird mit dem Programm "Pysycache" geübt. Tuxpaint als soundunterstütztes Malprogramm vermittelt auf kindergerechte Weise das Konzept des computerunterstützten Malens. Mit "Tuxtype" wird die Tastatur spielerisch eingesetzt und die Spiele-Zusammenstellung "Gcompris" beinhaltet eine reiche Auswahl an Lernspielen.

Für Erwachsene ist zusätzlich ein Webbrowser und je ein Chat-, Grafik- und Soundprogramm vorinstalliert.

 

Ich habe die CD ausprobiert und kann dazu nur gratulieren. Dadurch, dass Juxlala kostenlos zur Verfügung gestellt wird, haben in der Zukunft viele Familien und Institutionen im Vorschulbereich die Möglichkeit, diese Software zu nutzen.

Die Spiele sind selbsterklärend und einfach gestaltet, trotzdem sollten Eltern und Erziehende zu Beginn Hilfestellung leisten, wenn Kinder es wünschen/brauchen.

Hier: Übersicht zur CD - Rom und Diskussion

 

 

 

 

 

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April 13, 2007

Seit einiger Zeit interessiere ich mich sehr für diese Form der individuellen Entwicklungsdokumentation in der Praxis des Kindergartens. Leider gibt es wenige Anhaltspunkte, wie eine solche Portfolioarbeit aussehen könnte, praktische Beispiele sind allzu dünn gesät.

Das neu erschienene (schon bestellte aber leider noch nicht erhaltene) Buch "Das Portfolio-Konzept für Kita und Kindergarten. 3-6 Jahre" von Antje Bostelmann erwarte ich deshalb mit Spannung!



Ich hoffe, darin Ansatzpunkte für die Praxis zu finden, die auch möglichst viele andere KindergartenpädagogInnen dazu animieren könnten, die Entwicklung ihrer Kindergartenkinder einerseits intensiver zu begleiten und andererseits auch zu dokumentieren. Die Ideen sollten dabei so gestaltet sein, dass die Portfolioarbeit den zeitlichen Rahmen im Kindergartenalltag nicht sprengt.
Ich lasse mich überraschen, warte schon ungeduldig, und werde meine Erfahrungen dann gerne weitergeben...

Keywords: Kindergarten, Portfolio

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... warum jeder Kindergarten ein Weblog haben sollte...

Hier ein Beispiel für ein gelungenes, aktives Weblog in Wien:
TU Kindergarten
Dieser Kindergarten scheint einer der wenigen (einzigen) in Österreich zu sein, die ein Weblog betreiben. Dabei könnte der Einsatz eines Weblogs im Kindergartenbereich viele positive Effekte mit sich bringen:
  • Die ganze Familie kann aktiv am Kindergartenleben teilnehmen und aktuelle Themen und Unternehmungen mitverfolgen.

  • Diskussionen im Weblog stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl aller Beteiligten und dezentrale Strukturen im Kindergartenbereich werden gefördert.

  • Interessante Themenbereiche, Links und Diskussionen können leicht zugänglich gemacht werden

  • Die Veröffentlichung aller aktuellen Hinweise und Informationen bedeutet eine große Einsparung der Papier/Druck/Kopierkosten.

  • Das Berufsbild der "Kindergartenpädagogin" kann durch diese Öffentlichkeitsarbeit eine Aufwertung erleben und hinausgetragen werden.

  • Wie die Kinder in einem Kindergartenweblog integriert werden könnten:
  • Ganz leicht wäre es möglich, Kinder verschiedene Erlebnisse schildern zu lassen und diese als Audio files online zu stellen.

  • Artikel gemeinsam mit den Kindern verfassen, wodurch sie erste Erfahrungen des "erzählenden Schreibens" machen können.

  • Gemeinsame Erlebnisse auch gemeinsam aufzuarbeiten, fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl und das Miteinander.

  • Voraussetzungen für die Umsetzung:
  • Kindergärten müssen sich von geschlossenen Institutionen in offene wandeln, das heißt, mehr Einblicke in die Arbeit ermöglichen und durch Information und Kommunikation die Kindergartenarbeit transpartent gestalten.

  • Wieder einmal hängt der Erfolg eines solchen Vorhabens von den Medienkompetenzen der beteiligten Erwachsenen als auch von der technischen Ausstattung in Kindergarten und Elternhaus ab - Was nützt es, wenn die Kindergartenpädagogin fleißig bloggt, viele Familien das Angebot aber doch nicht nutzen können/wollen...


  • Bedenken:
  • Es gilt, die Privatsphäre der Beteiligten zu wahren. Fotos einzelner Kinder würde ich persönlich daher nicht ins Weblog stellen.

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